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Am Ende bleiben die Zedern – Pierre Jarawan

Cover: © Piper

Buchempfehlung · 1 Min. Lesezeit · Von Heike Suter

Pierre Jarawan — Am Ende bleiben die Zedern

„Hier auf fast zweitausend Metern Höhe, kann ich zum ersten Mal das ganze Land überblicken. Zumindest kommt es mir so vor. Ein langer, hellglänzender Küstenstreifen, der nach links und rechts eine Weile lang ausläuft. Dahinter: zyanblaues Meer und die weiss beschaumten Ausläufer der ankommenden Wellen. Am Ufer: Häfen und Miniaturstädte, von denen ein silbriger Schein wie von Perlen heraufleuchtet. Grüne Felder und Weinterrassen an den Hängen.

Und unter mir: Beirut, das selbstbewusst lächelt wie eine Sphinx, von der goldenen Sonne in arrogant funkelndes Mittagslicht getaucht. “

Wieder Libanon? Wieder eine Flüchtlingsgeschichte?Mitnichten! So viel Herz, so viel Liebe steckt in diesem Buch, gekoppelt mit grosser Erzählkunst! Die Leser dürfen den achtjährigen Samir durch seine Höhen und Tiefen begleiten, die mit dem Verlust seines geliebten Vaters einhergehen.

Als Erwachsenen lernen wir den wütenden starrköpfigen Fahnder kennen. Unerbittlich stösst er zu seinem Ziel vor, er will seinen Vater finden. Und natürlich dessen Heimat, die gefühlt die seine ist, denn er ist nie aus Deutschland heraus gekommen. Atemlos und neugierig liest sich die Spurensuche wie ein Krimi, bei dem auch Herzschmerz nie zu kurz kommt.

Facettenreich wie ein orientalisches Märchen in einer Sprache, die hierzulande selten anzutreffen ist.

Verlag: Piper | ISBN: 978-3-492-31199-1

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